Vatikanbischof verteidigt Kommunion von Pro-Abtreibung-Politiker und Mätresse

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»Der [argentinische] Präsident ist nicht exkommuniziert, also kann ich ihm die Kommunion reichen…Seine Abtreibungspolitik hat damit nichts zu tun,« kommentierte Sanchez Sorondo in einer Unterredung veröffentlicht von Diane Montagna bei LifeSiteNews.

Er meinte außerdem, niemand habe damit ein Problem außer Katholiken in den USA und Raymond Kardinal Burke.

Die Nachricht löste weltweit einen Skandal aus, nachdem am 31. Januar ein Video im Internet kursierte, auf dem man den argentinische Präsidenten Alberto Fernández und seine Mätresse, Fabiola Yáñez in den vatikanischen Grotten sehen konnte, wie sie während seiner Messe zelebriert von Marcelo Sánchez Sorondo die Kommunion empfingen.

Nach der Messe wurde der Präsident von Papst Franziskus in Audienz empfangen; im Gespräch wurde sein Vorhaben, die Abtreibung in Argentinien großflächig Verfügbar zu machen, nicht thematisiert [Freie Welt berichtete].

Der peronistische Präsident – der politisch mit Papst Franziskus ganz auf einer Linie steht – hat die Legalisierung der Abtreibung zum zentralen Inhalt seines Wahlkampfes gemacht. Fernández bestätigte, dass er Abtreibung ab dem 1. März legalisieren werde. Fernández ist seit 2005 geschieden und lebt seitdem mit der 38-jährigen Schauspielerin Fabiola Yáñez zusammen. Sie agiert seit seiner Wahl im Dezember als First Lady, wobei die beiden nie geheiratet haben.

Im Widerspruch zum Kanonischen Recht, meint Bischof Sorondo, Pro-Abtreibungspolitikern dürfe man nicht die Kommunion verweigern. Das sei das »allgemeine« Verständnis der Kirche, und das Verständnis der »Bischofskonferenzen der Vereinigten Staaten, Italiens, Argentiniens – und des Papstes.«

Im Canon 915 heißt es klar: »Zur heiligen Kommunion dürfen nicht zugelassen werden Exkommunizierte und Interdizierte nach Verhängung oder Feststellung der Strafe Sowie andere, die hartnäckig in einer offenkundigen schweren Sünde verharren.«

Das Politiker wie Férnandez im Vatikan eine Bühne geboten wird, und mehr, dass ihnen aktiv entgegengekommen wird, selbst wenn die Lehre der Kirche es unterbindet, ist ein deutliches Symptom des Pontifikats Franziskus. Der Papst politisiert und verlässt sich auf seine Gleichgesinnten, ihn darin zu unterstützen. Wer es nicht tut, der wird mundtot gemacht oder entlassen, wie zahlreiche Beispiel in der Vergangenheit gezeigt haben.

Achtsame Beobachter [Freie Welt berichtete] machten bereits darauf aufmerksam, dass Franziskus bisher nicht nach Argentinien gereist sei, weil die Politiker bisher gegen ihn gewesen waren. Mit der Wahl des Peronisten Férnandez steht nun die Tür weit offen. Und Franziskus wird sich unter seinesgleichen wohlfühlen.

(jb)


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