Schweden: Fokussiert, aber nicht panisch

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Mit Stand des heutigen Tages sind in Schweden 2.272 am Corona-Virus erkrankte Menschen aktenkundig, 32 Menschen sind landesweit an der Erkrankung verstorben. Hochgerechnet auf die Einwohnerzahl Deutschlands wären das über 250 Tote, also deutlich mehr, als in Deutschland bisher an CoVid19 verstorben sind. Dennoch bleiben die Schweden im Umgang mit der Pandemie relativ entspannt, sowohl auf der politischen Ebene wie auch die Menschen an sich. Massen, die Toilettenpapier in einer Größenordnung nach Hause schleppen, dass der angelegte Vorrat bis Weihnachten 2024 ausreicht, findet man in Schweden jedenfalls nicht. Ganz im Gegenteil: das Verhalten bestimmter deutscher »Hamster« wird sowohl mit Kopfschütteln wie auch mit einem gewissen Maß an Humor betrachtet.
Auch in Schweden hat man sich auf die Eindämmung der Pandemie eingestellt. So werden die Kontrollen an allen Landesgrenzen bis über Ostern hinaus ausgeweitet. Großveranstaltungen wurden landesweit abgesagt, um die Ausbreitung des Virus weitmöglichst einzuschränken. Das gilt vor alle, für Sport-, Musik- und Kulturveranstaltungen. Aber von Ausgangssperren oder Versammlungsverboten, wie sie auch in Deutschland im Raum stehen oder bereits verabschiedet wurden, sind die Schweden weit entfernt.
Die schwedischen Institutionen haben an die Bürger im Land appelliert, so weit möglich, ihre Arbeit von zuhause aus zu erledigen. Weil Schweden hinsichtlich des Ausbau des Mobilnetzes Deutschland sehr weit voraus ist, haben viele Menschen im Hohen Norden diese Möglichkeit und nutzen sie auch.Der Umgang der Schweden mit der Pandemie ist auf allen Ebenen deutlich ruhiger als in vielen anderen Ländern. Mit zur Entspannung beigetragen hat auch die Nachricht, dass die erste in Schweden an Corona erkrankte Person, eine Frau in Jönköping, in der Zwischenzeit von der Krankheit genesen ist.

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