Kommentar: Freiheit der Kunst gilt auch für Odin Wiesinger

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Für wen gilt eigentlich die Freiheit der Kunst? In Österreich zumindest nicht für jeden, wenn man die Hass-Kampagne gegen den Maler Manfred „Odin“ Wiesinger in den vergangenen Tagen beobachtet.

Ein Kommentar von Christian Seibert

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Linke Doppelstandards?

Jener soll auf einem FPÖ-Ticket in den oberösterreichischen Landeskulturbeirat einziehen. Dies brachte die sozialistische Entente so in Rage, dass die beiden Landesräte Rudi Anschober und Birgit Gerstorfer wütend gegen die Bestellung Wiesingers stimmten. Die SPÖ-Chefin unterstellte ihm gar eine Nähe zu NS-Ideologien. In einem Land, in dem so genannte „Blutkünstler“ wie Hermann Nitsch nicht nur mit höchsten Ehren der Republik ausgezeichnet, sondern auch mit Millionen an Steuergeld alimentiert werden, ist es für die vereinigte „Intoleranzija“ undenkbar, dass ein Rechter in ein Gremium einziehen könnte, das sich mit Kunst beschäftigt.

Geschmackloser NS-Vergleich

Das würde übrigens auch für jeden Nicht-Linken gelten, dessen Auffassung von Kunst sich nicht mit der gängigen linksextremen und teils pervers angehauchten Interpretation ebendieser deckt. Und natürlich tauchen im Kampf gegen Wiesingers Bestellung auch wieder die üblichen Verdächtigen auf. Der Geschäftsführer der Kulturplattform (KUPF), Thomas Diesenreiter, zog auf Twitter gleich die direkte Linie zwischen Adolf Hitler und Odin Wiesinger und unterstellte der FPÖ gar, einen pathologischen Hang zu schlechten Malern zu haben.

Freiheit der Kunst

Die Empörung über die Entgleisung des milchgesichtigen „Kulturarbeiters“ blieb unisono aus. Kunst darf in Oberösterreich also doch fast alles, sofern sie nur fleißig mit der Nazikeule wedelt. Insofern ist die Bestellung Wiesingers ein Durchbrechen der kulturmarxistischen Hegemonie im Kunstbetrieb. Sie ist wichtig und nötig zugleich, da die Kultur ebenso wie die Medienwelt nicht abgekoppelt von der Welt da draußen agieren sollte. Die Mehrheit der Oberösterreicher denkt und wählt freiheitlich-konservativ, insofern soll auch deren Geschmack im Kunstbetrieb abgebildet werden. Denn die Freiheit der Kunst gilt meines Wissens für alle Menschen…

wochenblick zeitung oberösterreich

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