Kommentar: Ein gefallener Grüner und die deutsche Bahn

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Er hatte es gewagt. Der grüne Oberbürgermeister aus Tübingen Boris Palmer wusste wohl, was er tat, als er auf seiner Facebook-Seite die neue Internet-Aufmachung der Deutschen Bahn kritisierte und einen wahren Shitstorm damit beschwor.

Ein Kommentar von Julian Utz

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Konkret ging es Palmer um fünf Bilder, die dem bahnfahrenden Betrachter sofort aufscheinen. Zuerst wird ein Afrikaner, der ein gegrilltes Baguette verspeist, gezeigt.

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Es ist Nelson Müller, ein aus Ghana stammender Sternegastronom, der auch öfters im Fernsehen groß aufkocht. Als nächstes folgt ein arabischer Mann mit weißem Hemd, Krawatte und gepflegtem Bart vor seinem Laptop. Vermutlich ein Topmanager oder Banker auf Geschäftsreise. Die Frau am dritten Bild hat ebenfalls einen dunklen, orientalischen Teint. Es handelt sich dabei um Nazan Eckes, eine RTL-Moderatorin mit türkischem Migrationshintergrund. Bild vier: Eine afrikanische Frau mit kleinem Kind. Ganz rechtsaußen am Rand sieht man den Formel-1-Rennfahrer Nico Rosberg, dessen Vater finnischen Ursprungs ist. Kurze Randbemerkung: Rosberg wohnt im superreichen Stadtstaat Monaco und fährt vermutlich privat nicht mit der Deutschen Bahn.

Kritik von Grünpolitiker

Alle Personen auf der neuen Bahnwerbung haben jedenfalls zusammen 100-prozentigen Migrationshintergrund. Palmer schreibt auf Facebook: „Ich finde es nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die ‚Deutsche Bahn‘ die Personen auf dieser Eingangsseite ausgewählt hat. Welche Gesellschaft soll das abbilden?“ Die Antwort: Eine Multikulti-Gesellschaft, in der es keinerlei Probleme gibt und alle sich in den Armen liegen, singen, klatschen und tanzen – eine Gesellschaft, die es aber so nicht gibt.

Verhasst bei den Grünen

Schlichtweg eine Utopie und nur mehr Schein als Sein. Der Vorstand der Bahn verteidigt die eigene Propaganda in Reinkultur und wirft Palmer zynisch vor, er hätte „Probleme mit einer offenen und bunten Gesellschaft“. Boris Palmer ist mit Sicherheit eine Ausnahme, ein Sarrazin der Grünen und wird jetzt im eigenen Lager als Abtrünniger gehasst. Möge er weiterhin standhaft bleiben!

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