Franziskus schweigt bei Verstößen gegen Religionsfreiheit

franziskus-schweigt-bei-verstoessen-gegen-religionsfreiheit

Während die Welt sich von China distanziert, wirtschaftlich vom kommunistischen Land emanzipiert und sogar Schadensersatz für die Wirkungen des Virus gefordert werden, schlägt der Vatikan eine entgegengesetzte Richtung ein: volle Fahrt voraus in die vollen diplomatischen Beziehungen und damit eine Totalkapitulation vor der Kommunistischen Partei Chinas.

»Kurz gesagt: der Vatikan treibt seine Werbung für Beijing auf Hochtouren voran, wobei der ultimative Preis die vollen diplomatischen Beziehungen, eine sichere rechtliche Stellung der Kirche und eine Partnerschaft auf globaler Bühne bilden,« schreibt John Allen auf Crux, wie Breitbart berichtet.

Einen Anfang machte das mittlerweile berüchtigte Vatikan-China abkommen, das seit dem Jahr 2018 der chinesischen Regierung Einfluss bei der Ernennung von Bischöfen der katholischen Kirche zubillige. Seit dem Abkommen hatte das noch geheime Dokument eine Lawine von Kritik ernten müssen. Auch die aggressiven Vorgehensweisen der Partei haben bis zum heutigen Zeitpunkt nur zu- und nicht abgenommen.

Menschenrechtsverletzungen und Verletzung der Religionsfreiheit stiegen seitdem ständig an. Trotzdem blieb der Vatikan still.

Nun erscheint die Meldung, der Vatikan habe 2 Mrd. Dollar an »Schweigegeld« kassiert, um genau diese Verbrechen öffentlich nicht mehr anzuprangern [Freie Welt berichtete].

Obwohl Papst Franziskus nach außen vorgibt, Religionsfreiheit – auch in China – schützen zu wollen, zeichnen die Abmachungen hinter den Kulissen ein ganz anderes Bild ab.

Auch auf das von China ausgelöste Coronavirus reagierte der Papst mit verschleiernden Worten. Anstelle das Problem beim Namen zu nennen, setzte der Papst darauf, das Virus eine »Antwort der Natur« auf die vom Menschen begangenen »Umweltsünden« zu nennen.

Franziskus träumt währenddessen davon, der Papst zu sein, der die diplomatischen Beziehungen zu Beijing endlich über die Bühne bekommt. Dazu dient sein Kardinalsstaatssekretär Pietro Parolin als perfekter Handlanger. Um dieses Vorhaben umzusetzen, sind Papst und Parolin bereit, jedes von Beijing geforderte »Zugeständnis« zu machen.

Dass diese »Buckel«-Strategie keinen Erfolg erziehlen werde, wurde bereits von gut informierten und erfahrenen China-Spezialisten wie Steve Mosher, ausführlichst erklärt.

Auch der französische Vatikanist Alban Mikozy ist der Meinung, der Vatikan scheue keine Anstrengung, um Beziehungen mit China zu bilden. Im französischen Fernsehen erklärte er: »Papst Franziskus ist ein kluger Mann. Er verfolgt einen Traum: der souveräne Papst zu sein, der die Beziehungen zwischen China und dem Vatikan wiederherstellen wird.«

»Um dies zu tun, ist er bereit, ein paar Zugeständnisse zu machen: Man sagt nichts über Hongkong, man rege sich nicht auf, wenn der chinesische Führer darüber spricht, die Bibel umzuschreiben,« fügte Mikozy hinzu.

Während der Hong Kong Aufstände blieb der Papst überraschend still. Während er die Christenverfolgung im Mittleren Osten, Syrien, Irak, Jemen, und Afrika kritisierte, sagte er nichts über China oder Hong Kong.

Auch plane der Papst bald eine Chinareise. »Vor einigen Monaten haben die chinesischen Behörden die Nachricht entsendet, dass ein Treffen möglich ist,« so Mikozy.

Pessimistisch auch China-Spezialist Steve Mosher: »Der Vatikan hat nichts zu gewinnen. Es gibt seit 2018 neue Vorschriften über alle religiösen Aktivitäten in China. […]Sie übertragen die Kontrolle von der Regierung zur Partei.[…] Es wurden Videokameras in jeder Kirche in China installiert, damit die Leute der örtlichen Polizei in Echtzeit sehen können, was gesagt wird und man bespitzeln kann. Wenn etwas gesagt wird, was als subversiv gilt, dann wird die Kirche geschlossen und die Priester verhaftet.«

Dennoch hat Franziskus als Oberhaupt der Kirche diesen Kurs angesteuert. Leidtragende sind die chinesischen Katholiken selber, die von ihrem Oberhaupt an die Kommunisten verraten werden. Gleichzeitig übt China Druck auf westliche Länder aus und nur wenige – darunter US-Präsident Trump – sind bereit und willig, ihm die Stirn zu bieten.

(jb)

 


Auf Freie Welt weiterlesen

Loading...