Die Olympischen Spiele werden verschoben

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Lange hatten sich sowohl die japanischen Veranstalter wie auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) gegen eine Verlegung der Sommerspiele 2020 in Tokio gewehrt. Letztlich aber setzte sich nach massiver Kritik von Sportlern, Funktionären und Politikern bei den Beteiligten die Erkenntnis durch, dass der Termin nicht zu halten ist. Die japanische Delegation hatte offiziell beim IOC um eine Verlegung der Spiele ins nächste Jahr nachgesucht, diesem Ersuchen wurde Rechnung getragen. Die Spiele von Tokio werden im Sommer 2021 ausgetragen werden, so die offizielle Entscheidung.
Ein finanzielles Schnäppchen wird die Verlegung nicht sein. Experten gehen von Zusatzkosten in Höhe von etwa fünf Milliarden Euro aus. Alleine die Errichtung eines neuen olympischen Dorfs in Tokio ist ein enormer Kostenfaktor. Das für die Spiele dieses Jahr errichtete Dorf wird im kommenden Sommer anderweitig belegt sein, ein Neubau ist daher zwingend erforderlich. Die vollständige Absage der Spiele wäre mit vermutlich 40 Milliarden Euro noch teurer geworden, so Fachleute.
In Japan erwarten die Menschen nun eine Verschärfung der Regierung beim Kampf gegen die Pandemie. Bisher ging die japanische Regierung eher lax mit entsprechenden Maßnahmen um, damit die Austragung der Spiele nicht gefährdet wird. Jetzt aber stellen sich die Japaner auf massive Einschränkungen ein. In Japan leben statistisch gesehen 340 Einwohner auf einem Quadratkilometer (zum Vergleich Deutschland 230 Einwohner pro Quadratkilometer), in den Ballungszentren Tokio, Yokohama oder Osaka ist die Gefahr einer Ansteckung realtiv hoch. Geschützt hat die japanische Bevölkerung bisher die rigorose Abschottungspolitik des Landes gegen äußere Einflüsse. An den japanischen Grenzen wie vor allem an den  Flughäfen wurden Einreisende wie auch Rückkehrer intensiv auf Krankheitssymptome kontrolliert. Bisher weist Japan lediglich knapp über 1.000 Infizierte und 41 Todesfälle auf.

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