Boris Johnson stellt Gebührenfinanzierung der BBC infrage

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Der britische Premierminister Boris Johnson will im Falle eines Wahlsieges die Gebührenfinanzierung der staatlichen Rundfunkanstalt BBC auf den Prüfstand stellen. Dieser erklärte auf einer Wahlkampfveranstaltung, man müsse sich fragen, »ob dieser Ansatz zur Finanzierung eines Medienunternehmens angesichts der Art und Weise, wie andere Organisationen es schaffen, sich selbst zu finanzieren, langfristig noch sinnvoll« sei.

Johnson äußerte weiter: »Wie lange kann man ein System rechtfertigen, bei dem jeder, der einen Fernseher hat, eine bestimmte Reihe von Fernseh- und Radiosendern bezahlen muss?« Es gebe von ihm noch keine konkreten Pläne, die Rundfunkgebühren vollständig abzuschaffen, aber es lohne sich, das Thema zu prüfen.

Seit Monaten gibt es einen Streit zwischen Regierung und der BBC. Es geht unter anderem um die Frage, ob Senioren weiterhin von den Rundfunkgebühren befreit sein sollen. Die Regierung trägt seit Jahren die Kosten für über 75-jährige, will aber nicht länger zahlen. Zudem lehnte Johnson kürzlich eine Einladung zu einer TV-Debatte zum Thema Klimawandel ab. Daraufhin stellte man dort von ihm eine allmählich schmelzende Eisskulptur auf.

In Großbritannien wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk ähnlich wie in Deutschland durch ein Gebührensystem finanziert. Johnson gab der BBC im Wahlkampf keinerlei Interview. Mit Andrew Neil forderte ihn einer der Journalisten des Senders, Andrew Neil, üffentlich dazu heraus. Neil sagte, es sei nicht zu spät für ein Gespräch, es sei alles vorbereitet und »ofenfertig«. Am Donnerstag wählt Großbritannien ein neues Parlament.

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